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Reisehinweise und Sicherheit

AKTUELLER HINWEIS
Die Veröffentlichung von Karikaturen über den Propheten Mohammed in einer Reihe von europäischen Zeitungen hat zu größerem Unmut in der Bevölkerung geführt, der sich allgemein gegen Staaten richtet, in denen die Karikaturen erschienen sind. Es ist in diesem Zusammenhang auch in Ägypten zu Demonstrationen gekommen, die bisher friedlich verlaufen sind. Weitere Demonstrationen, bei denen auch Übergriffe gegen westliche Ausländer möglich sind, können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit wird geraten.

Am 23. Juli 2005 wurden im Badeort Sharm El-Sheikh mehrere Sprengstoffanschläge verübt. Dabei wurden nach offiziellen ägyptischen Angaben mindestens 64 Menschen, darunter auch Ausländer, getötet und über 100 verletzt.
Dieser Anschlag war der vierte innerhalb weniger Monate: Am 07. Oktober 2004 hatte es in Taba Anschläge auf Hotels und Touristenziele gegeben. Am 07. und am 30. April 2005 kam es zu Anschlägen in Kairo (Khan El-Khalili, Ägyptisches Museum und Zitadelle). Vor allem im Nordsinai dauern die Spannungen in der letzten Zeit an.
Aufgrund der willkürlichen Auswahl der Anschlagsziele besteht aber für alle Reisenden im ganzen Land eine erhöhte Gefährdung. Beim Besuch touristischer Einrichtungen, Märkten und Einkaufszentren wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Mit weiteren Anschlägen ist zu rechnen.

Die Entwicklung im gesamten Land muss sorgfältig verfolgt werden. Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Daher wird generell zu besonderer Aufmerksamkeit geraten. Reisenden wird insbesondere empfohlen, sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern zu halten.

Die ägyptische Regierung bemüht sich mit Nachdruck, die eigene Bevölkerung wie auch Touristen und andere Ausländer vor Gewaltakten zu schützen. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehört die Begleitung von Touristenbussen und -zügen sowie sonstigen touristischen Ausflugsfahrten durch Fahrzeuge der Sicherheitsbehörden. Eine solche vorbeugende Konvoibegleitung ist insbesondere auf den Straßenwegen entlang des Nils nach und durch Mittelägypten bis nach Oberägypten vorgeschrieben.

Auf den Flughäfen in Kairo, Alexandria, Hurghada, Sharm el Sheikh, Luxor, Assuan und Marsa Alam werden erhöhte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Passagiere und Gepäck werden dort verstärkt kontrolliert. Hierdurch kann es zu längeren Wartezeiten bei der Abfertigung sowie zu Verspätungen im Flugverkehr kommen.

Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in bestimmten Regionen sind genehmigungspflichtig. Alle Wegstrecken in Ägypten sind in regelmäßigen Abständen mit fest eingerichteten Kontrollposten versehen.

Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht auf dem Sinai, in einigen Küstenbereichen des Roten Meeres, am Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in den Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer eine erhöhte Unfallgefahr. Von Fahrten in Privat- oder Mietfahrzeugen nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Auch bei der Benutzung von Massenverkehrsmitteln (Reisebusse, Minibusse) besteht erhöhte Unfallgefahr.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo zu finden - www.kairo.diplo.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
FOTOGRAFIEREN: Ohne Schwierigkeiten kann man landschaftliche, kulturelle oder folkloristische Objekte fotografieren.
Es ist allerdings streng verboten, Brücken, Häfen, Flugplätze und militärische Anlagen zu fotografieren. In den Grabanlagen ist das Filmen oder das Fotografieren nicht erlaubt. In Museen werden oft hohe Foto- bzw. Filmgebühren erhoben.

DROGEN: Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen geahndet.
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