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Gebräuche und Kulinarisches
Kulinarisches
In der ägyptischen Küche isst man viel Hammelfleisch, Geflügel und Gemüse. Gewürzt wird mit frischen Kräutern, gebraten und gekocht mit ausreichend Olivenöl. Nicht zuletzt dieses ist oft für die kleine Magenverstimmung verantwortlich. Zu fast allen Speisen wird Fladenbrot gereicht, das man mit den Händen teilt und in die Speisen und Soßen eintunkt. "Kushari" ist ein Gericht, das auf der Straße angeboten wird (etwas magenfreundlicher auch im Innenhof des Hotels vor dem Ägyptischen Museum in Kairo), und aus Reis, Kichererbsen, Nudeln und Zwiebeln besteht. "Tahina" ist eine Sesamsoße, mit Öl, Kräutern und Knoblauch gewürzt, die oft als Vorspeise gereicht wird und mit Fladenbrot gegessen wird. "Ful" ist das ägyptische Nationalgericht, eine dicke Paste aus braunen Bohnen, die oft in Fladenbrot gefüllt wird. Diese Paste wird von Ägyptern als sehr einfaches Gericht gewertet und ist daher in den Hotels meist nicht zu erhalten. Der "Shai", schwarzer Tee, wird üblicherweise stark gesüßt gereicht. Sehr schmackhaft ist er auch mit frischer Minze.
Sitten und Gebräuche
Nichts geht in Ägypten ohne Trinkgeld, "Bakschisch". In einer Reisegruppe aufgehoben, braucht man sich über dessen Höhe kaum Gedanken machen, da die Reiseführer pauschal die Schlüsselwärter bei den Sehenswürdigkeiten und die Gepäckträger belohnen. Im Restaurant und für das Taxi sind 10 Prozent üblich, ansonsten "kostet" jede noch so kleine Dienstleistung ein paar Münzen. Das Trinkgeld ist Bestandteil des Lebensunterhaltes und sollte - zwar nicht großzügig - aber doch gern gegeben werden.
Ansonsten spiegelt sich in vielen Gebräuchen Ägyptens der islamische Einfluss wider. Die Leute sind höflich und gastfreundlich und erwarten ähnlichen Respekt auch von ihren Gästen. Zurückhaltende Kleidung ist vielerorts angemessen, vor allem in Moscheen sollten Frauen auf Miniröcke und weit ausgeschnittene Kleider verzichten, Männer sollten keine Shorts tragen.
Souvenirs
Im Bazar, im Souk, wird gehandelt. Gewürze, Stoffe, Messingarbeiten und natürlich Teppiche und Goldschmuck wird gerne gekauft. Das Gold hat einen festen Preis, wird meist mit 18 Karat gehandelt und ist relativ günstig, wenn auch nicht immer im mitteleuropäischen Geschmack ausgearbeitet. Das Handeln gehört für den Ägypter zum Vergnügen, es wird auch von den Touristen erwartet. Man braucht jedoch keine Sorge zu haben, die Preise zu niedrig zu drücken, die Händler setzen hoch genug an. Bei der obligatorischen Einladung zu einer Tasse Tee testen die Verhandlungspartner das jeweilige Durchhaltevermögen. Gut ist es, wenn man vor einem größeren Kauf den ungefähren Preis des Stückes im Hotel oder von Freunden erfragt hat.